WARUM EIN PRAK­TIKUM IN DER AUTO­MATEN­WIRT­SCHAFT?

Ein erfolgreiches Praktikum ist für Jugendliche der Schlüssel für den Aufbau einer positiven Einstellung zum Unternehmen und daraus folgend für den Abschluss eines Ausbildungsvertrages.

Im Praktikum vermitteln Sie den jungen Menschen erste Einblicke in die verschiedensten Bereiche Ihres Unternehmens. Bewertet der Praktikant / die Praktikantin dieses Projekt als positiv, so wird er konkret darüber nachdenken, sich in diesem Beruf zu verwirklichen.

Praktikanten haben die Möglichkeit, erste Arbeitserfahrungen zu erlangen und erhalten tagtäglich tiefere Eindrücke vom Berufsbild. Das Interesse, das Selbstvertrauen und die Bereitschaft, in diesem Beruf tätig zu werden, werden gefördert.

FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM PRAKTIKUM

Was es bringt und rechtliche Aspekte

Das macht doch nur Arbeit!

Erst einmal ja! Aber es bringt Ihnen als Unternehmer mehr als ein Vorstellungsgespräch und ist eine gute Entscheidungshilfe bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen. Und ein Imagegewinn ist es auch!

Was bringt mir ein Praktikum für 1-2 Wochen?

Die Dauer eines Praktikums können Sie mit dem Praktikanten selbst festlegen. Schüler können bis zu drei Wochen Praktikum machen, Freiwillige bis zu vier Wochen – als Vorbereitung zur Ausbildung kommen 6 bis 12 Monate in Frage.

Nur Belastung für die Mitarbeiter?

Natürlich ist immer dann, wenn ein neuer Mitarbeiter kommt, erstmal das Team gefragt. Allerdings sollen Praktikanten die Möglichkeit haben, in alle Abteilungen „hereinzuschnuppern“. Somit ist die zusätzliche Belastung der einzelnen Mitarbeiter zeitlich begrenzt. Und ist der Praktikant, bzw. die Praktikantin erstmal „angekommen“, kann er oder sie schon wieder Ihr Team entlasten.

Muss ich meinen Praktikanten bezahlen?

Generell ist es Ihre Entscheidung. Allerdings sollten Sie je nach Dauer und „Ziel“ des Praktikums unterscheiden. Ein Schülerpraktikum von 3 Wochen und ein Langzeitpraktikum sollten sich in Sache Vergütung unterscheiden. Mit der Bezahlung schaffen Sie auch ein Entscheidungskriterium zur Ausbildung bei dem Jugendlichen.

Ist mein Praktikant versichert?

Je nach Status des Jugendlichen (Schüler, freiwilliger Praktikant, Einstiegspraktikant) variieren die gesetzlichen Bestimmungen bezüglich der Unfall-, Haftpflicht- und Sozialvewrsicherung. In den meisten klassischen Praktikumsfällen reicht aber eine Medldung des Praktikanten bzw. der Praktikantin bei der jeweiligen Versicherung aus, und es entstehen keine weiteren Kosten.

Keine gleichwertige Arbeit

Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal zwischen einem festangestellten Arbeitnehmer und einem Praktikanten ist, dass beide keine gleichwertige Arbeit verrichten. Macht Ihr Praktikant nach 3 Monaten die gleiche Arbeit wie Ihr Service-Mitarbeiter, müssen Sie entweder einen Riegel davor schieben oder die Vergütung des Praktikanten entsprechend anpassen. Denn wenn das Gericht feststellt, dass der Praktikant eigentlich ein Arbeitnehmer war, dann müssen Sie nicht nur ein entsprechendes Gehalt, sondern auch alle Sozialabgaben nachzahlen.

Vorsicht bei längeren Praktika

Natürlich können Sie Praktikanten  innerhalb von 2 Wochen nicht durch 10 Abteilungen jagen. Dauert das Praktikum mehrere Monate, sieht die Sache schon anders aus. Hier gucken Arbeitsrichter genau hin: musste das Praktikum wirklich ein halbes Jahr dauern, weil die Materie so komplex ist? Oder hat der Unternehmer sich nur eine billige Arbeitskraft geholt? Bei einem längeren Praktikum sollten die Aufgaben also möglichst vielfältig gewesen sein.

Mehr Infos in unserer Broschüre für Unternehmer

SO KÖNNTE EIN PRAKTIKUM IN IHREM UNTER­NEHMEN AUSSEHEN!

  • Erste Woche

    Die Kollegen kennenlernen, die Firmenkultur kennenlernen, erster Kundenkontakt, Gerätekunde, Gerätebefüllung

  • Zweite Woche

    Kassenführung, Gerätekunde, selbstständiges Umsetzen der Aufgaben der ersten Woche

  • Dritte Woche

    Logistik, Lebensmittelhygiene, Grundlagen Reparaturlisten und Störungsmeldungen, Arbeitsschutz

  • Vierte Woche

    Marketing, Umgang mit Behörden, Mitbewerberbeobachtung, Dienstplan erstellen

In unserem Leitfaden für den Praktikumsbetreuer finden Sie pädagogische Tipps, Musterverträge, Infobögen, Feddbackbögen uvm.

TIPPS FÜR EIN GELUNGENES PRAKTIKUM

Systematische Einführung in die Firma vorbereiten

Auswahl der Bezugsperson bzw. des Betreuers

Wie bringe ich dem Jugendlichen etwas bei?

Unterweisung nach dem MASTER-Modell:

Lern- und Leistungskurven

Auch dies beeinflusst die Praktikanten!

PRAKTIKANTEN FINDEN!

Bei der Suche nach Praktikanten gelten die gleichen Prinzipien wie bei der Suche nach Azubis!

Weitere Tipps finden Sie hier.

Nutzen Sie unsere kostenlose, brancheninterne Börse für Ihre Ausschreibungen!

WAS ERWARTEN PRAKTIKANTEN?

AWI-AUSBILDUNGS-HOTLINE
030 / 24 08 77 66