SCHWIERIGKEITEN BEI DER SUCHE NACH AZUBIS: SIE SIND NICHT ALLEINE

Bundesweit und in vielen Berufsspaten können Ausbildungsplätze nicht belegt werden. Azubis zu finden ist nicht einfach – erst recht nicht in weniger bekannten Berufen. Auch wenn die Automatenverbände viel tun, um die Popularität des Berufsbildes „Automatenfachmann/-frau“ zu erhöhen und Unternehmen bei der Suche nach dem passenden Auszubildenden zu unterstützen, sind bei der Suche nach einem Azubi vor allem Sie als Unternehmen gefragt. Hier ein paar Prinzipien, um Ihre Chancen bei der Azubisuche zu erhöhen.

GUTE KARTEN BEI DER AZUBI-SUCHE IN 6 SCHRITTEN

#1 Anforderungsprofil erstellen

Eierlegende Wollmilchsau gesucht? Das wird schwierig. Wen suchen Sie genau? Welche Eigenschaften sind gefragt? Wer passt ins Team?

#2 Stellenanzeige verfassen

Ob klassisch oder kreativ – bestimmte Inhalte gehören dazu. Nutzen Sie dazu  gerne unsere Musteranzeige! Diese finden Sie hier.

#3 Kreative Veröffentlichung

Der Köder muss dem Fisch schmecken – Sie wenden sich im Ausbildungsbereich an eine besondere Zielgruppe: weitere Informationen weiter unten!

#4 Behörden und Schulen einbeziehen

IHKs und Agenturen für Arbeit sind starke Partner der dualen Ausbildung. Aber auch der Kontakt zu Schulen, Sportverbänden, Jugendeinrichtungen kann sich als hilfreich erweisen!

#5 Hilfe bei den Verbänden suchen

Azubimessen, Werbe- und Infomaterialien, In-Haus- Beratung: Wir helfen Ihnen gerne vor und während der Ausbildungszeit.

Kontaktieren Sie uns einfach!

#6 Ihr Betrieb ist eine Stärke

Nutzen Sie das Potential von

> Betriebsbesichtigungen
> dem Bekanntenkreis Ihrer Mitarbeiter und Azubis

Verbinden Sie Image und Azubisuche!

BESONDERHEITEN DER AZUBISUCHE

Werdende Azubis haben noch wenig bis keine Erfahrung mit Bewerbungsverfahren

In Sache Bewerbung, Sicherheit beim Bewerbungsgespräch, aber auch allgemeine Gesprächstechniken haben viele Jugendliche kaum Erfahrungen sammeln können. Daher unsere Empfehlung: Betrachten Sie die Bewerbung wohlwollend und bewerten Sie diese nicht wie die eines Erwachsenen. Gute Bewerber könnten Ihnen sonst verloren gehen.

Schulnoten sagen nicht unbedingt etwas über das, was für die Ausbildung wichtig ist

Man kennt es oft selbst: Mathe oder Deutsch waren nicht unser Lieblingsfach in der Schule. Dennoch sind wir in der Lage, eine Email zu formulieren oder einen Rabatt für einen Kunden zu berechnen. Anders gesagt: Bewerber mit sehr guten Schulnoten, aber mit verschlossener und wenig selbstkritischer Persönlichkeit werden sich vermutlich nicht so gut entwickeln wie diejenigen, die vielleicht mittelmäßigere Noten vorweisen, dafür Interesse, Geschicklichkeit und ein offenes Wesen bekunden.

Bezugspersonen spielen noch eine besondere Rolle

Bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und natürlich auch während der Ausbildung spielen Familie und Freunde eine wichtige Rolle für den Jugendlichen / die Jugendliche. Stehen Eltern und Freunde nicht hinter dem Azubi oder der Azubine, wird er/sie Hemmungen haben, sich für die jeweilige Ausbildung zu entscheiden oder sie zu Ende zu führen. Es kann ratsam sein, ein Gespräch mit den Eltern zu führen, bspw. um Vorurteile abzubauen.

„Das kann ich nicht“

Schüler glauben schnell, sie seien für eine Ausbildung nicht ausreichend qualifiziert. Der Grund ist folgender: Sie verbinden Leistungsanforderungen mit Noten. Die Sprache in Stellenanzeigen ist jedoch eine andere. Da ist auf einmal von Teamfähigkeit und Engagement die Rede oder von selbständigem Arbeiten. Versetzen Sie sich in die Denkweise Ihre Zielgruppe: Wo standen Sie im gleichen Alter? Was hätten Sie sich zugetraut, was nicht?

Eine Ausbildung ist die Basis für die weiteren Berufsschritte

Für Jugendliche ist die Ausbildung vergleichbar mit einer „Weichenstellung“: damit wird aus ihrer Perspektive die Zukunft festgelegt. Es ist also eine schwerwiegendere Entscheidung als für den berufserfahrenen Mitarbeiter, der sich auf eine Arbeitsstelle bewirbt. Zeigen Sie den Bewerberinnen und Bewerbern Zukunftsperspektiven auf und haben Sie vor Augen, dass es für sie um viel geht!

AWI-AUSBILDUNGS-HOTLINE
030 / 24 08 77 66