Sagt mal, Automatenunternehmer, wie sieht das Thema Fort- und Weiterbildung bei euch aus?

Weiterbildung in der Automatenwirtschaft: kleine Übersicht
In der Automatenbranche gehört das Thema Fort- und Weiterbildung einfach zum Alltag

Das Thema Weiterbildung ist in vielen Branchen präsent, und dennoch wird es in vielen Unternehmen mehr als Pflicht empfunden und weniger als eine wirkliche Chance betrachtet, Mitarbeiter zu fördern.

Doch für zukünftige Mitarbeiter ist es wichig zu wissen, welche Zukunftsperspektiven geboten werden. Wie ist es in der Automatenbranche? Was kann man da erreichen? Welche Karriereschritte sind möglich? Welche Fortbildungen werden überhaupt angeboten? Wir fragen mal nach.

Weiterbildung in der Automatenwirtschaft: kleine Übersicht
Alle sprechen von „lebenslangem Lernen“: wir setzen es für unsere Mitarbeiter um.

„Es ist eine Selbstverständlichkeit: Unsere Mitarbeiter müssen regelmäßig geschult werden“: wie steht ihr dazu?

Sagt jeder? Wir tun´s. Per Gesetz müssen wir unsere Mitarbeiter regelmäßig zu bestimmten Schulungen schicken. Dazu gehören zum Beispiel:

–    Suchtpräventionsschulungen: Dort lernen unsere Mitarbeiter, woran man ein problematisches Spielverhalten erkennt, und was dann zu tun ist. Jeder, der in einer Spielhalle arbeitet, muss diese Schulung machen und regelmäßig wiederholen.

–    Schulungen zur elektrischen Gerätesicherheit: Damit die Geräte in jedem Fall sicher für die Benutzer sind. Ziemlich alle Techniker belegen diese Schulung.

–    Schulungen zur Lebensmittelhygiene: Wir arbeiten mit Lebensmitteln uns sorgen dafür, dass die Hygienevorschriften perfekt eingehalten werden. Für jeden der mit Getränken, Snacks oder Kaffee arbeitet ein Muss.

Weiterbildung in der Automatenwirtschaft: kleine Übersicht
Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema Suchtprävention und Technik sind unabdingbar in der Branche

Das sind aber fachspezifische Schulungen. Wie kann man sich noch spezialisieren?

Natürlich gibt es auch Weiterbildungprogramme über die Pflicht hinaus. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig, je nach Aufgabengebiet des Mitarbeiters:
Für Techniker bieten z.B.  die Hersteller regelmäßige Update-Schulungen an, somit sind unsere Mitarbeiter immer auf dem neusten Stand der Technik.  Kommunikationsseminare, Vertriebsschulungen, Barista-Weiterbildungen , Schulungen zum Thema Zertifizierung oder zu Rechtsthemen werden ebenfalls regelmäßig und bundesweit angeboten.

Es gibt also in vielen Themengebieten die Möglichkeit, sich weiterzuqualifizieren und zu spezialisieren.  Weil wir als Arbeitgeber wissen, dass Menschen sich weiterentwickeln wollen und wir in Ihnen gerne die Chance dazu geben.

Weiterbildung in der Automatenwirtschaft: kleine Übersicht
Karriere in der Automatenwirtschaft: für alle erreichbar!

Kann man bei euch auch einen höheren Berufsabschluss erreichen?

Viele Unternehmen bieten die Möglichkeit, einen höheren Berufsabschluss zu erreichen. Gerade Großbetriebe bieten z.B. Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, nochmal eine Ausbildung zu absolvieren oder nebenberuflich zu studieren.

  • Anrechnung von Berufsabschlüssen : Die branchenspezifische Ausbildung zum Automatenfachmann wird angerechnet für die Berufe Staatlich geprüfte/r Techniker/in (Fachrichtung Elektrotechnik oder Mechatronik) und Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/in. Ein Aufstieg in diese Rechnung ist also durchaus möglich.

Die Verbände der Deutschen Automatewirtschaft bieten darüber hinaus für alle Branchenmitarbeiter mehrere Maßnahmen an. 2017 stehen vier große Programme auf dem Tisch, nach dem Motto, für jeden ist etwas dabei:

  • Der nächste Karriereschritt mit Aufstockung oder Studium : Fachkräfte für Automatenservice (s. FAQ) können aufstocken und  in verkürzter Zeit Ihren Abschluss zum Automatenfachmann / zur Automatenfachfrau machen. Für Teamleiter bieten wir Weiterbildungen in Marketing und Personal an, somit ist die Qualifizierung als Filialleitung bestens gestützt.

Auch wer studieren möchte kann es bei uns tun: So konzipieren wir gerade einen BWL-Bachelor Fachstudiengang für Branchenmitarbeiter des Glücksspielbereichs.

  • Aufstieg mit dem Ausbilderschein: Mit dem Ausbilderschein können Mitarbeiter Azubis anlernen und während der Ausbildung begleiten. Sie haben also mehr Verantwortung als Ihre Kollegen und spielen eine wichtige Rolle im Unternehmen.

Kann man eigentlich in eurer Branche auch ohne Berufsabschluss was erreichen?

Natürlich. Wer schon länger ohne Ausbildung in der Branche arbeitet, kann diese Zeit anerkennen lassen, und im Rahmen einer „Externenprüfung“ seinen Abschluss zum Automatenfachmann nachholen.

Die Mitarbeiter besuchen 18 Monate lang einen Vorbereitungskurs, um bestmöglich auf die Prüfung vorbereitet zu sein. Dabei sind sie drei Wochen im Monat ganz normal im Betrieb und eine Woche im Monat in der „Schule“. Am Ende belegen sie die gleiche Prüfung, und haben den selben anerkannten IHK-Abschluss wie klassische Azubis.

In den letzten Jahren haben somit über 200 Mitarbeiter der Branche Ihren Abschluss im Automatenberuf erfolgreich nachgeholt!

 

Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es unter dem Menüpunkt „Weiterbildung“. (AM)

Weiterbildung in der Automatenwirtschaft: kleine Übersicht
Viele langjährige Mitarbeiter der Branche haben ihren Abschluss im Automatenberuf nebenberuflich nachgeholt.
Neueste Beiträge