VENDING UND UNTER­HALTUNG: WAS IST DAMIT GEMEINT?

Es gibt viele Automatenarten. Sie fallen in der REgel entweder unter der Kategorie „Vending“ oder „Glücksspiel / Unterhaltung“. Aber was ist eigentlich Vending? Und ist Glücksspiel nicht etwas „Böses“? Wir erklären es dir!

VENDING AUTOMATEN

Vending ist der Verkauf von Waren und Dienstleistungen durch Automaten. Jeden Tag werden an den Automaten deutschlandweit neben Snacks und Lebensmitteln aller Art über 11 Millionen Heißgetränke und Millionen von Kaltgetränken verkauft.

UNTERHALTUNGSAUTOMATEN

Man unterscheidet zwischen Unterhaltungsautomaten mit Geldgewinnmöglichkeit und Automaten ohne Geldgewinnmöglichkeit (wie Flipper oder Kicker). Hier dominiert der Glücksspielbereich mit rd. 6 Milliarden Euro Umsatz.

BRANCHENTHEMEN

Die Automatenwirtschaft, wer ist das?
Die Automatenwirtschaft gliedert sich in über 6.200 mittelständische Unternehmen in den Bereichen Industrie, Großhandel und Automatenaufstellung, von der Getränkeaufstellung über Waren- und Leistungsautomaten bis hin zu Geldgewinnspielgeräten.
Jugend- und Verbraucherschutz: Eine Selbstverständlichkeit
Intensive Mitarbeiterschulungen und vielfältige Informationen zum Jugend- und Spielerschutz tragen mit dazu bei , exzessivem Spielverhalten entgegen zu wirken. So haben wir beispielsweise mit dem Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V. als Partner für bundesweite Schulungs- und Weiterbildungsseminare über 11.00 Mitarbeiter von Spielstätten geschult. Das Personal wird für die Problematik sensibilisiert und lernt auffälliges Spielverhalten frühzeitig zu erkennen. So können hilfebedürftige Menschen schnell an das Hilfesystem weitervermittelt werden. Darüber hinaus engagieren sich einzelne Spielstätten zusätzlich durch spezielle Maßnahmen.
Zertifizierung als Gütesiegel
Qualitätsstandards spielen im Vending- wie im Glücksspiel bereich eine wesentliche Rolle. Merkmale zu schaffen, die für den Verbraucher „die Spreu vom Weizen trennen“, gehört zu unseren täglichen Aufgaben. Die Zertrifizierung ist zeitlich begrenzt: nur wer sich auch dauerhaft um Qualität bemüht, bleibt zertifiziert.
Umweltschutz
Unsere Automaten verbrauchen Strom. Aber sie produzieren auch Müll. Energieeffizienz und umweltfreundliche Produkte (Kaffeebecher insbesondere) gehören zu den Themen, die uns beeschäftigen. In diesem Sinne ist auch fairtrade ein Branchenthema.

ZWEI BRANCHEN, EIN BERUF

Seit 2008 gab es zwei eigenständige, speziell auf die Anforderungen der Branchen zugeschnittene Ausbildungsberufe: den Automatenkaufmann/ -frau und die Fachkraft für Automatenservice.

2015 wurde der Beruf modernisiert: die zweijährige Ausbildung „Fachkraft für Automatenservice“ wurde aufgelöst, dafür bekam der Beruf „Automatenfachmann/-frau“ mit der nun dreijährigen Ausbildung eine zusätzliche Spezialisierung.

Seit 2008 wurden somit über 1200 Automatenfachleute ausgebildet. Manche von Ihnen waren sogar die besten Azubis Deutschlands!

FORT- UND WEITERBILDUNG

Ausbildung mit Menschen: Automatenfachmann

Unsere Branche bietet viele Möglichkeiten in Sachen Fort- und Weiterbildung. Sowohl die Verbände als auch die Unternehmen bieten viele Möglichkeiten, sich zu spezialisieren, oder weiterzubilden.  So konnten seit 2014 beispielsweise 200 Angestellte ohne Berufsabschluss über Fortbildungen die IHK-Prüfung  zur „Fachkraft für Automatenservice“ ablegen.

Schulungen zum Thema Technik und Prävention finden in jedem Betrieb regelmäßig statt. Und ein BWL-Fachhochschulstudium mit Fachrichtung Glücksspiel ist in Arbeit. Weil wir als Arbeitgeber wissen, dass Menschen sich weiterentwickeln wollen und ihnen gerne die Chance dazu geben.

FACH­BEGRIFFE SCHNELL ERKLÄRT

AUFSTELLER

Als „Automatenaufsteller“ bezeichnet man  die Automatenunternehmer der Unterhaltungs- und Glücksspielbranche, die die Geräte den Kunden zur Verfügung stellen. Darüber hinaus  gibt es in der Branche Großhandels-  Unternehmen und Gerätehersteller.

SOZIALKONZEPT

Dokumentationsvorlage für die Maßnahmen, die dazu dienen,  durch Prävention die Entwicklung pathologischen Spielverhaltens zu verhindern und Menschen, die bereits ein pathologisches Spielverhalten entwickelt haben, die Möglichkeit zu bieten, die geeignete Unterstützung zu finden, aus diesem Dilemma zu entfliehen. Per Gesetz muss es überall  ein Sozialkonzept geben, wo Glücksspielautomaten stehen.

OPERATOR

Als „Operator“ bezeichnet man Automatenunternehmer der Vendingbranche. Sie bewirtschaften ihre Automaten als Kerngeschäft und sind verantwortlich für die Reinigung und das Befüllen der Automaten mit Produkten. Sie schließen Verträge mit Unternehmen und Institutionen, die für ihre Mitarbeiter eine automatengestützte Betriebsverpflegung benötigen.

TEILOPERATING

Man unterscheidet zwischen „Teiloperating“, bei dem auch der Kunde Arbeiten übernimmt (wie z. B. die Befüllung, oder die Reinigung der Geräte) und dem „Volloperating“, bei dem alle Tätigkeiten vom Operator durchgeführt werden, inklusive Aufstellung, Betreibung, Wartung, Reinigung und Abrechnung der Geräte.

AKZEPTOR

Der Akzeptor  prüft und identifiziert den Geldschein, um seine Echtheit und seinen Wert zu ermitteln. Der Schein wird vom Kunden zur Zahlung in den Akzeptor geschoben, und durch Gummibänder weiter in das  Gerät befördert. Der Schein fährt somit über Sensoren, die die sog. Sicherheitsmerkmale des Scheins prüfen.

HOPPER

Hopper sind eine Kombination aus Vorratsbehälter und Auszahlmechanismus für Münzen in Automaten. Wenn der Automat Geld auszahlt, kommen die Münzen aus dem Hopper und fallen in die Schale, aus der der Kunde sie herausnehmen kann.

BARGELDLOSE ZAHLUNG

Der Begriff „bargeldloser Zahlungsverkehr“ beschreibt alle Zahlungsvorgänge, bei den ohne Münzen und ohne Geldscheine bezahlt wird. Dazu zählen u.a. die EC-Karte, die Kreditkarte und die GeldKarte. Aber auch Zahlungsmittel wie Prepaid-Karten, Mobile Payment, oder Schlüsselsysteme zählen zu den bargeldlosen Zahlungsmitteln und kommen zum Einsatz an vielen Automaten – außer im Glücksspielbereich, wo sie per Gesetz nicht erlaubt sind.

EINSATZPAUSE

Kein Spiel ohne Regeln! Nach 60 Minuten Spiel machen Spielautomaten eine Pause von 5 Minuten.  So will es das Gesetz. Genauso ist der maximale Verlust pro Stunde auf 60€ limitiert. Die Einsatzpause wird automatisch aktiviert, sobald ein Spieler 80 Euro pro Stunde in einen Automat eingezahlt hat. Danach verweigert der Automat jede weitere Einzahlung.

AWI-AUSBILDUNGS-HOTLINE
030 / 24 08 77 66